Erzbischof Marx: „Das Kardinalsrot ist kein bloßes Ornament“
Nachrichten 17/11/2010 04:58:17
Marx erklärte, er blicke den Ereignissen in Rom zwar voller Freude entgegen: „Aber ich verspüre keine Euphorie, denn die Kirche steht in unserer Zeit vor gewaltigen Aufgaben. Es ist ein eher verhaltener Jubel, weil ich mir auch der großen Last meiner persönlichen Verantwortung bewusst bin.“ Er sei dankbar, dass ihn mehr als 1500 Pilger aus Bayern, aber auch aus seiner westfälischen Heimat in den kommenden Tagen begleiteten. „Ich möchte aber auch zu Hause in der Diözese alle Gläubigen herzlich einladen, mit mir gemeinsam nach meiner Rückkehr zu beten und Gottesdienst zu feiern“, sagte Marx. Der Erzbischof wird am Dienstag, 23. November, direkt vom Münchner Flughafen zum Freisinger Mariendom fahren, um am Grab des Heiligen Korbinian, des Schutzpatrons der Erzdiözese, zu beten (gegen 15.30 Uhr). Danach hält er eine Vesper im Münchner Liebfrauendom (gegen 17.15 Uhr), wo er schließlich am Sonntag um 15 Uhr ein Pontifikalamt feiern wird. Auch in der Konkathedrale in Freising wird es zu einem späteren Zeitpunkt anlässlich der Verleihung der Kardinalswürde noch einen Festgottesdienst geben.
Erzbischof Marx bat darum, auf persönliche Geschenke anlässlich der Kardinalserhebung zu verzichten. Stattdessen rief er zu Spenden für das Projekt „LernConnection“ für Jugendliche mit Migrationshintergrund auf. Es wird getragen von der Katholischen Mädchensozialarbeit IN VIA, Diözesanverband München und Freising, und richtet sich an Jugendliche, die Hilfe in der Schule brauchen und ihre Deutschkenntnisse verbessern wollen.

