Russische Orthodoxie für «strategische Allianz» mit Katholiken
Nachrichten 19/03/2011 16:45:44
(gloria.tv/ KNA) Die Russisch-Orthodoxe Kirche will eine «strategische Allianz» mit der katholischen Kirche zur Verteidigung traditioneller Werte in Europa schließen. Für dieses ökumenische Konzept warb der Außenamtsleiter des Moskauer Patriarchats, Metropolit Hilarion, am Samstag in Würzburg. Im Rahmen dieser Partnerschaft solle gemeinsam das gesellschaftliche Bewusstsein für die Unauflöslichkeit der Ehe und den Wert menschlichen Lebens von der Empfängnis bis zum Tod gefestigt werden.
In der modernen Welt seien Begriffe wie Ehe und Familie einer radikalen Umdeutung ausgesetzt, sagte Hilarion. Die Allianz sei nötig zum Schutz des Christentums vor «Korruption und Entstellung».
Solidarischer Einsatz sei ebenso gefordert gegen die zunehmende Diskriminierung und Verfolgung von Christen. Verbündete seien auch protestantische oder anglikanische Christen, die sich in ihren Gemeinschaften wegen der Abkehr von der Tradition sorgten. Der «Prozess der Liberalisierung der christlichen Lehre» in der evangelischen, aber auch katholischen Theologie müsse gemeinsam überdacht werden.
Der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, Kardinal Kurt Koch, äußerte grundsätzliche Zustimmung zur Idee einer «strategischen Allianz». Allerdings müsse noch über den Begriff nachgedacht werden, weil er im Westen einen militärischen Anklang habe. Koch sagte, er habe bei seinem Antrittsbesuch im Moskauer Patriarchat mit Hilarion dieser Tage intensiv über das Projekt gesprochen. Er könne aber nicht mit derselben Begeisterung darüber reden, weil er nicht sicher sei, ob er die katholische Kirche hinter sich habe, vor allem in den deutschsprachigen Ländern. Außerdem solle die Griechisch-Orthodoxe Kirche «mit ins Boot» genommen werden.
Der Kardinal betonte, von dem Projekt müsse eine «positive Botschaft» ausgehen. Die Menschen hätten «wache Ohren, weil sie spüren, dass mit unserer Gesellschaft irgendetwas nicht stimmt».
Koch und Hilarion äußerten sich beim Weltkirche-Kongress der katholischen Hilfswerks «Kirche in Not». Ihre Ausführungen wurden von den rund 2.000 Zuhörern mit stehendem Applaus bedacht. Die Vorsitzende von «Kirche in Not» Deutschland, Antonia Willemsen, sagte an die Adresse des Kardinals, wenn die katholische Kirche im Ganzen so wäre wie das Kongresspublikum, «wären Ihre Probleme wesentlich leichter».
In der modernen Welt seien Begriffe wie Ehe und Familie einer radikalen Umdeutung ausgesetzt, sagte Hilarion. Die Allianz sei nötig zum Schutz des Christentums vor «Korruption und Entstellung».
Solidarischer Einsatz sei ebenso gefordert gegen die zunehmende Diskriminierung und Verfolgung von Christen. Verbündete seien auch protestantische oder anglikanische Christen, die sich in ihren Gemeinschaften wegen der Abkehr von der Tradition sorgten. Der «Prozess der Liberalisierung der christlichen Lehre» in der evangelischen, aber auch katholischen Theologie müsse gemeinsam überdacht werden.
Der Präsident des Päpstlichen Einheitsrates, Kardinal Kurt Koch, äußerte grundsätzliche Zustimmung zur Idee einer «strategischen Allianz». Allerdings müsse noch über den Begriff nachgedacht werden, weil er im Westen einen militärischen Anklang habe. Koch sagte, er habe bei seinem Antrittsbesuch im Moskauer Patriarchat mit Hilarion dieser Tage intensiv über das Projekt gesprochen. Er könne aber nicht mit derselben Begeisterung darüber reden, weil er nicht sicher sei, ob er die katholische Kirche hinter sich habe, vor allem in den deutschsprachigen Ländern. Außerdem solle die Griechisch-Orthodoxe Kirche «mit ins Boot» genommen werden.
Der Kardinal betonte, von dem Projekt müsse eine «positive Botschaft» ausgehen. Die Menschen hätten «wache Ohren, weil sie spüren, dass mit unserer Gesellschaft irgendetwas nicht stimmt».
Koch und Hilarion äußerten sich beim Weltkirche-Kongress der katholischen Hilfswerks «Kirche in Not». Ihre Ausführungen wurden von den rund 2.000 Zuhörern mit stehendem Applaus bedacht. Die Vorsitzende von «Kirche in Not» Deutschland, Antonia Willemsen, sagte an die Adresse des Kardinals, wenn die katholische Kirche im Ganzen so wäre wie das Kongresspublikum, «wären Ihre Probleme wesentlich leichter».

