@Alle Vorposter „Nigra sum sed formosa“(Ich bin dunkel(schwarz),aber schön"Hoheslied 1,5 EU). Die gesichert ältesten Darstellungen (Skulpturen vor allem aus Holz, selten aus Stein) von Schwarzen Madonnen stammen aus der romanischen Kunstepoche. Sie traten fast schlagartig in großer Zahl an vielen Orten auf. Als Gründe für dieses Phänomen gibt es noch keine eindeutigen Forschungsergebnisse. Eine weit verbreitete Hypothese lautet so, dass die ersten Schwarzen Madonnen in größerer Zahl … [More]
@Conde_Barroco: Die kunsthandwerkliche Bedeutung und die religiöse sind separate nicht (wirklich) von einander abhängige Kriterien. Bzgl. Sichtbarkeit muß man immer auch bedenken daß ein religiöses Kunstwerk nicht nur der Andacht dient sondern Gott geschenkt ist: Die Figuren auf gotischen Domen sind meist sehr akkurat ausgeführt, genau zu sehen bekommen sie allerdings nur eine handvoll Menschen - hier zeigt sich, sie sind für Gott geschaffen worden, weniger für die Menschen.
Als Kunsthistoriker vertrete ich die Position, dass die religiöse Bedeutung des Kunstwerks über dessen Gestaltung stehen sollte. Ich hatte bereits mit einigen Leuten Diskussionen darüber, ob man mittelalterliche und barocke Gnadenbilder entkleiden sollte, um die Schnitztechnik für das Auge sichtbar werden zu lassen. Bisher habe ich immer die Auffassung vertreten, dass ein Gnadenbild bekleidet belassen werden soll, wenn die Frömmigkeitspraxis es so geboten hat. Stellt euch mal die … [More]
@Cyprianus: Es ist so wie mit der Eucharistie: Sie ist demütig und bescheiden in Ihrer Gestalt und wird gekleidet in aufwändigsten Schmuck - Monstranzen, Tabernakel, Dome, ...
Richtig, cyprianus. Katholiken, auch Orthodoxe, umkleiden die Madonna gerne prächtig. Und ist eben als Ausdruck grosser Liebe und Verehrung zu verstehen.
Solch ein bescheidenes Figürchen ist das. Die Madonna von AÖ zeigt sich ohne Gewänder auch als ganz schlichte Figur. Es widerspiegelt die Demut der Magd des Herrn: und darum gebührt ihr auch jeglicher Schmuck - so wie wir es von diesen Gnaden-Statuen gewöhnt sind!