„Stille und Wort: Weg der Evangelisierung“ Papstbotschaft zum 46. Welttag der sozialen …
marthe2010 21/05/2012 02:17:36
© Radio Vatikan
Authentische Kommunikation speist sich auch aus Stille. Daran hat Papst Benedikt XVI. anlässlich des 46. Welttages der sozialen Kommunikationsmittel an diesem Sonntag [20.05.'12] erinnert:
„Die Stille ist integrativer Teil unserer Kommunikation, sie ist ein privilegierter Ort der Begegnung mit Gottes Wort und mit unseren Brüdern und Schwestern. Ich lade alle dazu ein, dafür zu beten, dass die Kommunikation in all ihren Formen immer dazu dienen möge, mit dem Nächsten einen authentischen Dialog aufzubauen, der auf gegenseitigen Respekt, Zuhören und das Teilen gründet.“
Für eine „erneuerte Verkündigung Christi in der Welt von heute“ braucht es das richtige Verhältnis von „Stille“ und „Wort“. Das ist einer der Kernsätze der Papstbotschaft zum 46. Welttag der sozialen Kommunikationsmittel. Benedikt XVI. beschreibt in seiner Botschaft „Stille“ und „Wort“ als wesentliche Elemente der Kommunikation, die „sich ausgleichen, aufeinander folgen und ergänzen müssen, um einen echten Dialog und eine tiefe Nähe unter den Menschen zu ermöglichen“. Das gelte sowohl in der Medienwelt und im Bereich des Journalismus als auch für das „kommunikative Handeln der Kirche“, führt der Papst aus: „Sich zur Kommunikation erziehen heißt nicht nur reden, sondern auch hören und betrachten lernen.“
Als „bemerkenswert eloquent“ lobt der Theologe und Medienexperte Pater Jean-Pierre Ruiz von der Universität New York das Motto der Papstbotschaft: „Stille und Wort. Der Pfad der Evangelisierung.“ Er begründete dies im Gespräch mit Radio Vatikan folgendermaßen:
„Wir leben in einer Welt, in der Worte in bestimmtem Sinn ein verbilligtes Gut geworden sind und in der Menschen sehr oft sehr viel weniger sagen als sie wirklich meinen. Mit dem Thema der Papstbotschaft hat Benedikt XVI. auf die reicheren Qualitäten der Kommunikation hingewiesen. In der Tat wird in der Kirche seit langer Zeit, ja von Anfang an, nicht nur mit Worten kommuniziert; Kirche ist auch Liturgie, zum Beispiel: da geht es nicht nur um Lesen und Text und das, was wir sagen, es geht auch um Körperverhalten, Klang, Musik, wenn wir etwa an die liturgische Instrumentalmusik denken. Es gibt Weihrauch, vielleicht Blumen – es geht um alle Sinne. Wenn wir Kommunikation also auf Worte reduzieren würden, wäre das eine sehr verarmte Sicht.“ (rv)
>>> Der ganze Wortlaut der Papstbotschaft <<<

