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Irapuato

Die Benediktinerabtei St. Matthias in Trier: Ein Ort der Verehrung und Geschichte
Daheim & Unterwegs
Hl. Matthias - Gedenktag: am 24. Februar
Apostel, Märtyrer

* in Betlehem (?) in Palästina
† 63 (?) in Äthiopien (?)
Über das Leben des Apostels Matthias wissen wir nur, was in der Apostelgeschichte steht (Apg 1, 15-25): dass er anstelle des Judas Iskariot zum Apostelkollegium hinzugewählt wurde. Aus der Rede des Petrus ergibt sich auch, dass Matthias zu den Männern gehörte, „die die ganze Zeit mit uns zusammen waren, als Jesus, der Herr, bei uns ein und aus ging, angefangen von der Taufe durch Johannes bis zu dem Tag, an dem er von uns ging und aufgenommen wurde“ (Apg 1, 21-22). Nach der Überlieferung soll Matthias in Äthiopien gewirkt und das Martyrium erlitten haben. Seine Reliquien wurden im Auftrag der Kaiserin Helena nach Trier gebracht; dort werden sie in der Abteikirche St. Matthias verehrt, die im Mittelalter das Ziel vieler Wallfahrten war.
",6,1>24. Februar + Schott-Messbuch
Folge: 214 Idee und Umsetzung: Markus Köbler 00:00 Intro 00:10 Benediktinerabtei St. Matthias von Außen 02:02 St. Matthias von Innen 03:40 Mattheiser Weiher Wir sind in Trier, der ältesten Stadt Deutschlands. Hier hinter diesen Mauern der Benediktinerabtei St. Matthias wird seit dem 12. Jahrhundert das Grab des Apostels Matthias verehrt. Er ist Namensgeber der Abtei, nachdem das Kloster zunächst nach dem ersten Trierer Bischof, St. Eucharius, benannt war. Das Grab von St. Eucharius befindet sich in der Krypta. St. Matthias ist deswegen so besonders, weil sie das einzige Apostelgrab auf deutschem Boden beherbergt, was auch gleichzeitig das einzige nördlich der Alpen ist. Seit 1920 trägt die Kirche den Titel einer Basilica minor und ist damit direkt dem Papst zugehörig. Sie ist damit nach der Liebfrauenkirche und St. Paulin die dritte Kirche in Trier, die diesen besonderen Titel trägt. Dass hier eine Kirche steht, ist auf den Trierer Bischof Cyrillus zurückzuführen. Er ließ im 5. Jahrhundert eine Grabstätte für die Gründerbischöfe Eucharius und Valerius von Trier erbauen. Die Reformation ging am katholischen Trier fast vollständig vorbei, erst diverse Kriege und Konflikte mit Bischöfen und Äbten beeinträchtigten insbesondere im 18. Jahrhundert die Entwicklung der Abtei. Dies führte 1783 zur Amtsenthebung des letzten Abts von St. Matthias. Bedingt durch die Französische Revolution und ihre Übergriffe auf das Deutsche Reich verließ der Konvent zeitweise die Abtei. Anfang des 19. Jahrhunderts wurde das Kloster schließlich unter die Hand der Nation gestellt und damit säkularisiert. Es wurde als Wohnhaus und für landwirtschaftliche Zwecke genutzt. Dies rettete die Abtei vor dem Abriss. Heute wird das Kloster in geringem Umfang wieder betrieben. Die Gemeinschaft von St. Matthias betreibt heute im Wesentlichen die Pfarr- und Krankenhausseelsorge in Trier sowie die Organisation der Wallfahrten. Grund für die Wallfahrten ist insbesondere das Matthias-Grab im Inneren der Abtei. Ihm widmen wir uns jetzt. Am Ende des Kirchenschiffs, bevor es in den Chor geht, liegt vor dem Altar eine Statue über dem Apostelgrab des Heiligen Matthias. Im 12. Jahrhundert fand man bei Abrissarbeiten des Vorgängerbaus menschliche Gebeine in der Abtei. Sie wurden als die Reliquien des Heiligen Matthias angesehen. Matthias verstarb im Jahre 63 nach Christus an einem unbekannten Ort. Mehr als 250 Jahre nach seinem Tod wurden im Auftrag der Kaiserin Helena, sie war die Mutter des römischen Kaisers Konstantin I., die Gebeine in Palästina aufgefunden und nach Trier überführt. Kurz darauf wurde die Abteikirche durch Papst Eugen III. geweiht. Unmittelbar danach setzten bereits große Pilgerströme zur Abtei ein. Den Sarkophag des Apostels Matthias sowie die der Trierer Bischöfe Eucharius und Valerius findet man in der Krypta der Abtei. Unmittelbar hinter der Klosteranlage schließt sich das Gebiet des Mattheiser Weihers an. Dieses Gebiet gehörte, wie in vielen anderen Moselorten zum Klosterkomplex und bildete die wirtschaftliche Grundlage des Klosters vor der Säkularisation. Diese Güter trugen oftmals den Namen „Mattheiser Hof“ oder einen sonstigen Namen, der auf die Abtei verwies. Das größte Hofgut dieser Art lag wenige Kilometer entfernt über der heutigen Stadt Konz und ist als Roscheider Hof besonders wegen seines großen Volkskunde- und Freilichtmuseums noch heute erhalten und überregional bekannt. Heute wird das Gebiet des Mattheiser Weihers vor allem von denen aufgesucht, die in der Stadt wohnen und sich nach etwas Natur und Ruhe in unmittelbarer Umgebung sehnen. Der Mattheiser Weiher hat aber auch eine besondere alkoholische Bedeutung. Trier ist für den Viez, einen herben Apfelwein, bekannt. Rund um den Mattheiser Weiher wächst die Apfelsorte des Speierlings. Dieser Obstbaum war den Römern schon bekannt er wurde hier besonders deswegen so stark angebaut, weil seine stark gerbstoffhaltigen Früchte den Viez haltbarer machten. Gemütliche Spazierwege führen um den Mühlen- und Herrenweiher herum und wer möchte, kann auch einen Abstecher ins direkt angrenzende Südbad machen. Gerade an heißen Tagen ist ein Ausflug in dieses Stadtgebiet eine echte Alternative.

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Irapuato

Matthias' Sarkophag in der Basilika Santa Giustina in Padua
Martyrologium Romanum Flori-Legium
Acta Sanctorum
Im Martyrologium Romanum von 1962 wird in Schaltjahren am 24. Februar nur gedacht:
einer großen Anzahl heiliger Blutzeugen, Bekenner und Jungfrauen;
alle anderen Gedenktage bis zum 28. Februar werden dann um einen Tag nach hinten verschoben.
Adalbert I., Bischof von Metz
Adela von Frankreich, Königin, Nonne
Albert Capellán Zuazo, Beter, Wohltäter

Antonius von Rosate, Ordensmann, Märtyrer
Ascension vom Herzen Jesu Nicol Goñi, Nonne, Ordensgründerin
Bartholomäus, Abt in Santa Maria de Poblet
Berectus, wohl identisch mit Berach von Kilbarry
Betto, Abt in Sens, Bischof von Auxerre

Biristanus, Bischof von Winchester
Bonifacius, König, Märtyrer, und Cleodius, Märtyrer
Cælius Sedulius, Priester (?), Dichter
Constantius Servoli, Priester, Abt in Fabriano, Perugia und Ascoli Piceno
Cummain Find, Abt in Iona

Demetria von Rom, Jungfrau, Stifterin
Desiderius, Mönch
Dionysius von Paris, Bischof von Paris, Märtyrer
Eltutus (Iltut), Mönch, Klostergründer
Engelbert
Ethelbert, König von Kent, und Luthard von Senlis, Bischof von Senlis
Eunice, Mutter
Evetius, Märtyrer
Franz Stock, Priester
in Ungarn: Gerhard Sagredo (von Csanád) (Übertragung der Gebeine)
Gorgar, Einsiedler
Gorvez, Glaubensbote
Hassea, Jungfrau, und Cumineus Finnius => Hassea, und
Kieran Vameu => Hassea
Herulus (Herolus), Märtyrer, und Lucius, Märtyrer, und Georgius (Lorgius), Märtyrer, und Absolon, Märtyrer
Hisca und Hinna und Olympias, Äbtissin in Konstantinopel, Wohltäterin
Honoratus, Bischof von Mailand
Ida von Hohenfels, Nonne
Irmengard von Baden (von Lichtenthal), Klostergründerin

Johannes, Apostel, Evangelist
Johannes der Täufer (erste Auffindung seines Kopfes)
Johannes Theristos, Mönch
Josef Mayr-Nusser, Märtyrer (Todestag)

Josefa Naval Girbés, Katechetin
Konrad, Ordensmann
Konstantin von Fabriano, Priester, Abt in Fabriano, Perugia und Ascoli Piceno
Leobard, Klostergründer (?), Abt in Maursmünster
Lucianus, Märtyrer, und Editius, Märtyrer, und Petrus, Märtyrer, und Felix, Märtyrer, und Orbanus, Märtyrer, und Martha, Märtyrerin, und Crisconina, Märtyrerin, und Caius, Märtyrer, und Florentius, Märtyrer, und Donatilla, Märtyrerin, und Rogatilla, Märtyrerin, und Donatilla, Märtyrerin, und Marcellina, Märtyrerin, und Nummadus, Märtyrer, und Felianus, Märtyrer, und Nidas, Märtyrer, und Flavus, Märtyrer, und Affer, Märtyrer, und Atulinus, Märtyrer, und Sanula, Märtyrerin, und Cahis, Märtyrer, und Dicianus, Märtyrer, und Januarius, Märtyrer, und Diddus, Märtyrer, und Securis, Märtyrer, und Sellaris, Märtyrer, und Exuppus, Märtyrer, und Jubitana, Märtyrerin, und Gemeliana, Märtyrerin, und Julia, Märtyrerin, und Fortunata, Märtyrerin, und Peregrinus, Märtyrer, und Victoricus, Märtyrer, und Maxentius, Märtyrer, und Gegalus, Märtyrer, und Lucianus, Märtyrer, und Honoratus, Märtyrer, und Flavianus, Märtyrer, und Felix, Märtyrer, und Castus, Märtyrer, und Saturus, Märtyrer, und Felicissimus, Märtyrer, und Victor, Märtyrer, und Maria, Märtyrerin, und Januaria, Märtyrerin, und Rufiniana, Märtyrerin, und Fortunatus, Märtyrer, und Aurelius, Märtyrer, und
Rutilus, Märtyrer
Ludwig von Giulionisio, Ordensmann
Luthard (Letardus), Bischof von Senlis
Markus De' Marconi, Mönch
im deutschen Sprachgebiet und im mozarabischen Ritus:
Matthias, Apostel, Märtyrer
Meforus, Bekenner
Modestus von Agde, Mönch, identisch mit Modestus

Modestus, Bischof von Trier
Montanus, Märtyrer, und Lucius, Märtyrer, und Flavian, Märtyrer, und Julian, Märtyrer, und Victoricus, Märtyrer, und Gefährten: Primolus, Märtyrer, und Rhenus, Märtyrer, und Donatian, Märtyrer
Paul (Franz) von Moll, Mönch
Paulus, Märtyrer, wohl identisch mit Paulus, und Primitiva (Primitivus), Märtyrer(in) in Porto bei Rom, wohl identisch mit Primitivus (Primitiva)
Petrus, Märtyrer
im Bistum Toruń / Thorn in Polen, im Bistum Astorga und im Bistum Bilbao:
Polykarp, Bischof von Smyrna, Märtyrer, Apostolischer Vater
Polycarp, Märtyrer, und Martius, Märtyrer, und Gefährten, Märtyrer
Prätextatus, Erzbischof von Rouen, Märtyrer
im Bistum San Sebastian: Raphaela Ybarra de Vilallonga, Ordensgründerin
Rheginos, Bischof von Skopelos, Märtyrer
Robert von Arbrissel, Priester, Klostergründer

Robert von Neapel, Ordensmann
Serenus (Sirenus), Märtyrer
Sergius von Kappadokien, Märtyrer
Simon von Aulne, Mönch, Mystiker
Tertullinus, Märtyrer (Übertragung der Gebeine), und Chrysanthus, Märtyrer (Übertragung der Gebeine)
Thomas Maria Fusco, Priester, Ordensgründer
Torquatus Felix, Bischof von Iria Flavia, von Porto und von Braga, Märtyrer, und 27 Gefährten, Märtyrer
Victorinus, Märtyrer, und Victor von Ninive, Märtyrer, und Nicephorus, Märtyrer, und Serapion, Märtyrer