Zerfall der Benediktinermönche von Bellaigue: Angebliche Revolte – Ermittlungen wegen Entführung
Seine Abwesenheit wurde am folgenden Morgen bei der Matutin bemerkt. Mehr als zwei Tage später wurde er verletzt im benachbarten Departement Haute-Vienne aufgefunden. Die französische Staatsanwaltschaft leitete Ermittlungen wegen Entführung und Freiheitsberaubung ein.
Französische Medien berichten, dass er Verletzungen aufwies, die auf einen Übergriff hindeuten, obwohl die Behörden weder die Art seiner Verletzungen bekanntgegeben noch erklärt haben, wie er nach Haute-Vienne gelangt ist.
Elf Mönche sollen in derselben Nacht, in der Dom Placide verschwand, versucht haben, die Kontrolle über das Kloster zu übernehmen.
In einer E-Mail, die von Dom Placides Konto versendet wurde, kündigte er seinen Rücktritt als Prior an. Die Ermittler versuchen zu klären, ob er diese E-Mail freiwillig oder unter Zwang verfasst hat oder ob sie von einer anderen Person versendet wurde. Berichten zufolge fanden sie sein Zimmer zudem vollständig ausgeräumt und sorgfältig gereinigt vor, was darauf hindeutet, dass sein Weggang möglicherweise inszeniert worden sein könnte.
Viele Details sind nach wie vor unbestätigt.
Historischer Hintergrund
Notre-Dame de Bellaigue wurde Anfang der 2000er Jahre restauriert und beherbergt etwa zwanzig Benediktinermönche.
Das Kloster stand in Verbindung mit der Priesterbruderschaft St. Pius X. (FSSPX). Im Jahr 2019 brach die Bruderschaft nach sogenannten „internen Schwierigkeiten“ – wie die FSSPX es bezeichnete – die Beziehungen zu Dom Placide Dumas ab. Bellaigue schloss sich später Bischof Richard Williamson an.
Bild: Placide Dumas, © LaPorteLatine.org, AI-Übersetzung